Übertragungswege » Aerosole/ Luft

Letzte Änderung: 22.11.2020 um 12:05 Uhr

Aerosole sind Gemische aus Schwebeteilchen in einem Gas; hier ein Gemisch von Viren in der beim Atmen oder Sprechen ausgestoßenen Luft. Ein Aerosolgemisch ändert sich durch Verdampfen von flüssigen Bestandteilen oder Bindung an andere Partikel.

Diese Aerosole können dabei durch Luftströmungen deutlich weitere Strecken als 2 m "Sicherheitsabstand" zurücklegen. In Innenräumen schützt das Einhalten dieses Sicherheitsabstands insofern nicht vor einer Ansteckung.

Da ab einer bestimmten Luftfeuchtigkeit Wasser in der Luft kondensiert, bilden sich bei höherer Luftfeuchtigkeit grössere Tröpfchen, die dann schneller zu Boden sinken. Bei trockenerer Luft bleiben die einzelnen Partikel länger in der Luft "stehen", das können Minuten, Stunden oder Tage sein. Wie lange der Virus "überlebt" hängt auch von der Umgebungstemperatur ab, bei kälteren Schlachthaustemperaturen länger als im Warmen.

Es ist möglich, dass man sich in einem Raum mit SARS-CoV-2 infiziert, in dem man ganz alleine ist, den aber vorher eine infektiöse Person betreten hatte. 

Wie viele Aerosole eine Person ausatmet hängt davon ab, ob sie leise redet oder laut schreit, flüstert oder singt. Problematisch ist dies, da mit SARS-CoV-2 infizierte Personen schon bevor sie selbst Symptome zeigen das Virus übertragen können.

Die Dosis macht das Gift: je mehr Viren man einatmet, einem desto höheren Risiko für eine Erkrankung setzt man sich aus. Dafür dass erst ab einem Kontakt von über 15 Minuten und/oder unter 2 m Entfernung eine Ansteckung erfolgen könnte, habe ich jedenfalls keine Belege gefunden.

Eine interessante Zusammenfassung über die Risiken der Aerosolübertragung findet sich in dem Bericht der NZZ:

https://www.nzz.ch/wissenschaft/coronavirus-welche-rolle-aerosole-bei-der-uebertragung-spielen-ld.1579292#subtitle-wie-kann-man-sich-mit-dem-sars-cov-2-virus-anstecken-second




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